Monolithen an ein paar Stellen in Ober-Roden

Gastbeitrag.
Ich habe neulich „2001 – Odyssee im Weltraum“ gesehen und der Film hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Kam ich auf die Idee den Monolithen an ein paar Stellen in Ober-Roden zu setzen. (Ich sollte ja wirklich mal Fotos in den anderen Ortsteilen aufnehmen.) Schauen Sie doch mal rein in das Video, vielleicht gefällt es Ihnen und vielleicht findet es Platz auf „Mein Rödermark“.
Monolith in Ober-Roden, Meditation – Hommage an Kubrick

Projekt Übersetzer.

Sonderartikel

Übersetzer
Übersetzer

Ein Versuch, Sätze aus dem Hochdeutsch ins Owerrourerische zu übersetzen.

Wenn Sie Ober-Röder sind, wird Ihnen wahrscheinlich das Ergebnis noch nicht so richtig gefallen. Beachten Sie, ich stehe ganz am Anfang und habe mit folgenden Schwierigkeiten zu kämpfen:
– Ich bin Rheinländer.
– Immer weniger junge Leute sprechen / kennen den Dialekt.
– Ältere sprechen zwar noch Dialekt. Wie schreibt man aber die Worte?
– Unterschiedliche Schreibweise in den Heften „Oweräirerisch“ …wie schäi und weitere.
– Sehr wenig Texte in Dialektform (Ober-Roden) im Internet.
– Sehr wenig Texte in Dialektform in der Presse. Wie z.B. Kunrat.

Wenn Sie Gefallen an diesem Projekt haben, geben Sie einfach einen Text in „Hochdeutsch“ ein und lassen diesen übersetzen. Das angezeigte Ergebnis können Sie korrigieren.

Die Ihrer Meinung nach richtige Schreibweise teilen Sie mir am besten wie folgt mit. Setzen Sie bei dem übersetzten Text hinter den „falsch geschriebenen Worten“, die Ihrer Meinung nach richtige Schreibweise in Klammern.

Hier können Sie den Übersetzer testen.
 

Dinjer Hof

1907
Die bäuerliche Hofraite ist Teil des fränkischen Rundlings in Ober Roden. Dabei ist das Wohngebäude Pfarrgasse 9 aus dem 17. Jahrhundert und beherbergte von 1893 bis 1910 das katholische Schwesternhaus, indem auch der Kindergarten von Ober Roden untergebracht war. 1910 wurde das Haus nebst Stallungen und Wirtschaftsgebäude durch die Familie Tüncher erworben.

Historie Dinjer Hof
Historie Dinjer Hof

1910
Die bäuerliche Hofraite ist Teil des fränkischen Rundlings in Ober Roden. Dabei ist das Wohngebäude Pfarrgasse 9 aus dem 17. Jahrhundert und beherbergte von 1893 bis 1910 das katholische Schwesternhaus, indem auch der Kindergarten von Ober Roden untergebracht war. 1910 wurde das Haus nebst Stallungen und Wirtschaftsgebäude durch die Familie Tüncher erworben.

Historie Dinjer Hof
Historie Dinjer Hof

Stadtbrunnen Ober-Roden

Artikel in Arbeit
 
Siehe auch Artikel bei OP-Online vom 3.8.2016

Rödermark. Brunnen Marktplatz
Rödermark. Brunnen Marktplatz

Stadtrunnen auf dem Marktplatz von Ober-Roden.

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Wappen Ober-Roden
Wappen Ober-Roden.
Beschreibung: In goldenem Schild über gezinntem roten Mauerwerk wachsend ein blaues Schwert, darüber ein roter Sparren.
 
Das Schwert ist das des Schutzheiligen der Besitztümer des Klosters Lorsch, St. Nazarius. Die Mauer steht für den 1350 erhaltenen Status als freier Gerichtssitz. Der Sparren stammt aus dem Wappen der Grafen von Hanau, in deren Besitz Ober-Roden bis 1648 war.

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Wappen Rödermark.
Wappen Rödermark
Beschreibung. In Gold ein roter Sparren, darunter pfahlweise ein siebenblättriger strahlenförmig aufgerichteter
Lindenzweig und ein rotes, sechsspeichiges Mainzer Rad. Siehe
 
Der Sparren stammt aus dem Wappen der Grafen von Hanau.
Lindenzweig für die 7 Orte/Gemeinden für die in Ober-Roden Gericht gehalten wurde ???
Mainzer Rad steht für Kurmainz.

„[..]genennter Gerichtstag gemeinlich nach dem Mittagessenerschienen Amtsleut von Steinheim und Babenhausen zue Ober Rodau vur dem Kirchhoff under der Linde an der Gerichtmalstatt[..]“ Quelle 1200 Jahre Ober-Roden Seite 158

Das Märkergericht tagte vor der Linde am Ober-Rodener Kirchplatz viermal im Jahr.
 
Markgenossenschaft Röder Mark: Ober- und Nieder-Roden, Urberach, Messel, Dietzenbach, Hainhausen, Jügesheim und Dudenhofen.

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Wappen Urberach.
Wappen Urberach
Beschreibung: In Rot das silberne Mainzer Rad, belegt mit einem goldenen Pfahl, darauf ein schmaler, henkelloser schwarzer Krug.
 
Dies am 30. Oktober 1952 neuverliehene und neugeschaffene Wappen bezieht sich auf die politische Vergangenheit des Ortes (Mainzer Rad) und seine besondere Gewerbetätigkeit (Töpferei)

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Wappen Landkreis Dieburg. Heute Darmstadt-Dieburg)
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Wappen Saalfelden. Partnerstadt Österreich
Wappen Saalfelden
Beschreibung: Im goldenen Schild auf grünem Dreiberg drei grüne pappelähnliche Laubbäume (Salweiden), deren mittlerer höher ist als die beiden äußeren.

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Wappen Tramin. Partnerstadt Italien
Wappen Tramin
Beschreibung: Das Wappen von Tramin orientiert sich wahrscheinlich am Schildmotiv der einstmals benachbarten, mächtigen Eppaner. Golden steht ein Sichelmond auf blauem Grund über einem Stern. Die Gemeinde verwendet es schon einige Jahrhunderte.

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Wappen Bodajk. Partnerstadt Ungarn
Wappen Bodajk

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Wappen. Kreis Offenbach.
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Beschreibung
Das Wappen zeigt in silbernem Schild einen großen grünen Eichbaum mit drei goldenen Eicheln (Reichforst Dreieich). Der Eichbaum ist in der Mitte mit einem von Silber und Rot gespaltenen Schild bedeckt, der links die Hälfte des Isenburgers Schildes mit zwei schwarzen Balken (Herren von Isenburg) und rechts die Hälfte des silbernen Mainzer Rades (Kurmainz) zeigt.
Im Kreiswappen spiegelt sich die territoriale Entwicklung des Kreisgebietes bis zum Jahr 1806 wider. Der Eichbaum symbolisiert die Zugehörigkeit des Kreisgebietes zum Wildbannforst Dreieich, der schon zur Zeit Karl des Großen als geschlossenes Königsgut bestand. Die schwarzen Balken auf weißem Rund stellen den Besitz von Teilen des Westkreises durch die Ysenburgischen Grafen seit dem 15. Jahrhundert dar. Die über 800jährige Zugehörigkeit des östlichen Kreisgebietes zum Erzbistum Mainz wird durch das Mainzer Rad im Kreiswappen angezeigt.

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Oweräirerisch – wie schäi

Kerle oochtgebaßt un merr hott ser Fur vewischt. Umgekehrt woarsch dann als, wann die Orwicher nooch Oweroure kumme seun. Ba de Ältere woar des Gaudi immer uffem Sportplatz bamm Fußball, de iss koaner bei emme „Derwie“ oune Scherm uff de Sportplatz kumme, egal ob’s geräjert hott orrer nit. Sou hann die Scherrnflicker s’ganz Johr se dou.

Oweräirerisch – wie schäi …
E Lektion in unsrer Sprache
tun mer jetzt – es werd schun gäi
hochdeutsch, dialektisch sage
Oweräirerisch – wie schäi.

Unser Fiß, ja des seun Laatsche
dicke Boa mer Stempel nennt
un in Fetze iss e Klaadche
was mer ach als Lumpe nennt.

Lumpe äwwer – deß iss Zoores
isch hoffe seun jetzt koa de heu
Socke – wou mer lernt oft moores
könne Strimb un Weibsleit seu.

Daß en Hersch e Fahrrad äwwer
Gaasegischt e Krankheit iss
seift er – grieht ersch an die Läwwer
wann’s en Owweräirer iss.

Wer bekloppt – bedubbt – behämmert
ja der hott in Käwwer goar
un wer annern Leit belämmert
en raffininierte Hund fürwoar.

Un e Böbbche iss es Määdche
Speelzeig für die Männerwelt
un e Buude iss es Lädche
wer’s nit for e Buddik hält.

Zu me Krobbe säit mer Dippe
un mont oft ach Doamehüt
un e Bloose iss e Kippe
die mer oft am Stammtisch sieht.

Funzel säit mer zu de Lampe
un en Krach deß iss Krawall
un en Bauch, des iss e Wambe
un e Pille iss in Ball.

Alte Kärrn jedoch seun Scheese
un in Deckel iss in Gong
un in Drecksack iss in Böse
un es Sofa koa Schässlong.

Hoste äbbes an die Erbs hier
a de biste nit ganz dicht
Prominent – deß iss es grouß Dier
un blous du bist oafach – schlicht.

Falls de Kloa – in kloane Stobbe
un falls grouß – e Latt mern Schatz
falls de derr – e Stang von Hobbe
falls de stark – in dicke Watz.

Gaagel nennt mer schmale, lange
Ähnlich sou wie ich oan bin
Sporkel – biste komisch gange
host im Kreiz e Stange drin.

Stambes iss Kartoffelbrei hier
Kläis sieht mer im Wasser gäi
Schlambes nenne dann noch Brabs mir
Oweräirerisch – wie schäi.

Un e Bäile is a Schlambe
un e Boambel was von Woll
un e Gnick des iss e Oanke
die mer öfters wesche soll.

Baldin iss in Schaal, gestrickte
heelt im Gnick oft woarm in Schwäärn
mit de Ohrn, de eugedrickte
daun mer horsche anstatt hörn.

Aßem Maul stinkt mer vom Raache
oune Hoarn häst’s: der iss blott
biste verkellt gits Matzelaache
oft mer ach es Grindgusch hot.

Amschel säit mer zu de Nase
die mit Schnupptewack gefüllt
Beebeler haun do koa Chaase
Sacktischer werrn koa gebielt.

Host e Beern du wie in Kerwes
häst’s dann glei: Der Wasserkopp
knaatsche dut mer Deik for Merwes
oft find’s Schlappmaul ach koan Stop

Un in Kloawe iss e Peife
odder ach in growe Mann
Saale häßt noch heit die Seife
un in Korb des iss e Mahn.

Stoa säit mer als zu de Steine
un in Knorrn deß iss in Ast
un zum Flenne säit mer Greune
un Gefängnis deß iss Knast.

Ja die Mamme iss die Mutter
un die Wurst häßt oafach Worscht
un zum Handkees mit de Butter
gibt’s in Eppelwoi forn Dorscht.

Jeder Kasper, der mecht Bosse
un e Saal, deß is e Seil
un e Dreckfloß iss e Gosse
un 2 Pferde deß sin Geil.

Äbschte Boole muß mer fasse
Gott verdeppel iss geflucht
Hauptstrooß hieß als Verrergasse
wou mer Geilskneddel gesucht.

Mit em Hixebool un Jeidel
brengt mer oan schnell in die Häi
fehlt blouß noch im Bock sern Beitel
Oweräirerisch wie schäi.

Jetzt e Bord: deß iss in Baspel
un in Kuschper iss in Kerl
un e Rippche iss koan Haspel
un in Bickel iss koa Perl.

Unser Berge deß seun Hiwwel
un in Huwwel jeder kennt
un wanns stinkt iss deß e Zwiwwel
die wou in de Aage brennt.

Un in Rüffel iss in Stumber
Riwwelkuche eßt mer gern
un in Kicker iss in Bumber
un die Mannsleit, deß sin Herrn.

Was mer redde iss bebabbel
wer in Rappel grieht der spinnt
un Geschwätz iss oft Gesabbel
wos im Schnawwel oft entspringt.

Viele Kinner sin Gezäwwel
de Nawwel iss im Bauch seu End
un die Mehrzahl – deß sin Näwwel
den mer ach als Weschküch nennt.

Unsern Gockel iss in Gickel
un Gekickel iss gelacht
un in Wääschißer in Pickel
na, wie hab ich deß gesacht.

Unsern Wassem is in Rase
un e Micke meist e Fliege
un die Ziege, deß sin Gaase
un de Fiffi iss e Vieche.

Damit ist für heut zu Ende
die Lektion: ich muß jetzt gäi
wannse ner behaale konnte
’s Oweräirerisch – ’s wär schäi.

S’fehle zwar noch viele Worte
dies im Lexikon nit gitt
die mer kaum an annern Orte
doch noch brengt hier in de Bütt.

Puhl un Fuhl un Floß un Kennel
Krembel, Krumbel un Dischbutt
Frackschees, Kneppcher – Scherzebennel
Dorschenonner – Keeze _- Dutt.

Schockelgaul un Persch un Schnersch
Petter, Göödche, Lahmetreter
Schosbel, Masick, Uwwerzwerg
Oadom, Dormel kennt nit jeder.

Stundelang kennt mer noch redde
e Ewigkeit ging deß ser fort
wann mer nerr die Zeit hier hette
Oweräirer Wort für Wort.
 
 
Mit freundlicher Genehmigung des Heimat- und Geschichtsverein Rödermark
Die wunderschönen Hefte aus Ober-Roden und Urberach können sie hier käuflich erwerben.
 
 

Die Salatfotz

Die „Salatfotz“

Es war um die Jahrhundertwende. Ober-Roden hatte noch seinen Gänsehirten, einen kleinen, aber witzigen Zeitgenossen: das „Gerlachsche“.

Es ging jeden Morgen mit seiner Ganseschar in die Trift oder an die nasse Tonkaute. Als Nebenverdienst fing es auf den Wiesen Maulwürfe.

Als diese Plagegeister wieder einmal überhand nahmen, bekam es von der Gemeindeverwaltung den Auftrag, das Stück gegen ein Entgelt von 5 Pfennigen zu fangen. Als Beweis für seine Tätigkeit sollte es die abgeschnlttenen Schwänze vorlegen.

Das ging etliche Tage gut, da es 10-20 Stück vorlegte. Bis es eines Tages mit einer ››Kartoffelmahne« voll Schwänzen bei der Gemeindekasse erschien, da wurde es vom Bürgermeister ohne Bezahlung fortgejagt. Denn das schlaue Gerlachsche hatte sich in der Hutstoffabrik Donner in der Dieburger Straße Lederabfälle geholt und diese mit einem Messer, täuschend ähnlich wie Maulwurfschwänze, zurechtgeschnitten.

Später, als man keinen Gänsehirt mehr brauchte, ging es als Hausierer mit Schuhcreme und Wagenschmiere von Ort uzu Ort. Mit seinem Bauchladen und auf Hochglanz gewichsten Gamaschen gab der kleine Mann eine witzige Figur ab. So war war es nicht verwunderlich, daß die Kinder hinter ihm herliefen und riefen:
Schuhschmeer – Schuhschmeer – Wix – Wix – Wix!
Nix daacht deu Wix!
 
 
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